
Anne & Guido
Tja, was gibts zu uns zu sagen...
Vor vielen Jahren ist Guido durch einen Aushang in der Uni auf Annes tolles Angebot "WG-Mitbewohner gesucht" aufmerksam geworden.
Nach einem Anruf ist er nach der Uni hingefahren. Er kam in der vierten Etage durch die Tür - sein Pali-Tuch um den erkälteten Hals geschlungen - und hatte
- ohne sein Wissen - den WG-Platz bereits in der Tasche. Nach Jahren hatte Anne ihm gestanden, dass sie sofort gedacht hatte "Der zieht hier ein!".
Die Sympathie war allerdings von beiden Seiten sofort vorhanden. Spätestens nachdem Guido Annes Büchersammlung und all die Hesses gesehen hatte war er
sich sicher "Hier fühl ich mich wohl!".
Es folgte ein Jahr des gemeinsamen Lebens, Studierens, Kochens und Kirschkernspuckens bis wir gemeinsam mit Imke eine neue WG suchten und
schliesslich am Sparrenberg 4 fanden. Auweia! Hätten wir es nur geahnt in was für einer Bruchbude mit was für einem schmierigen Vermieter wir einzogen...
Aber am Anfang war alles prima, frisch gestrichen, spitzenmäßige Verkehrsanbindung und und und. Mit der Zeit allerdings kroch der Schimmel immer mehr
aus den Wänden und hinterliess schwarze Spuren, vom Mief mal ganz zu schweigen...
Kurz bevor uns allen dreien die gemeinsame Hutkrempe platzte und wir raus wollten überschlugen sich die Dinge und Anne und Guido wurden ein Paar. Wie
genau es dazu gekommen ist werdet ihr auf dieser Seite nicht erfahren!


Kaum, dass wir 6 Wochen zusammen waren zogen wir um. Von allen Seiten "schrie" es: "Ihr seid doch erst so kurz zusammen und zieht jetzt schon zusammen, seit vorsichtig, wie kann man das denn machen!?". Das wir schon über 3 Jahre unter enem Dach gelebt hatten wurde dabei offensichtlich vergessen... Na, es hat auf jeden Fall geklappt und wir zogen in die Stapenhorststraße.
Mit der lieben Vermieterin konnten wir es gar nicht besser getroffen haben! Sie kümmerte sich um alles, war informiert, steckte ihre Nase trotzdem nicht in
die Angelegenheiten Anderer und tat sehr viel dafür, dass ihr Haus in Schuss blieb! Nicht umsonst blieben wir gerne in der Wohnung. Es fehlte zwar an einem
Balkon und einem Aufzug, aber mit der Zeit hatten wir uns daran gewöhnt.
Die Lage war einerseits genial: viele Geschäfte zu Fuß schnell zu erreichen, die U-Bahn nur 5 MInuten Fußweg entfernt, die Innenstadt gerade mal 15 Minuten
weit weg... Eine Sache allerdings konnte man nach Jahren nicht mehr ignorieren: die Straße - den Straßenlärm und den Dreck! Die Stapenhorststraße war die
am stärksten von Feinstaub belastete Straße in Bielefeld, kein Wunder bei dem Verkehr, der da immer lang bretterte.
Aber wir wollten ja von uns erzählen... Nun ja, es gab sicherlich turbulente Zeiten in der Stapenhorststrasse, wo die Nachbarn deutlich hören konnten, dass es zwischen uns krachte. Allerdings war es nie so, dass wir uns richtig zerstritten. Guido brachte es meistens wieder ins Reine, die bockige Anne liess sicherlich wieder auf sich warten und war sich keiner Schuld bewusst ;-))) Durch diese und auch andere schwere Zeiten, die in der Zeit in der Stapenhorststrasse uns wiederfuhren hielten wir immer fester an einander: wir wussten, was wir uns gegenseitig geben konnten. So kam es dann 2004 dazu, dass Guido den Heiratsantrag machte und Anne einstimmte. Die 50 bunten Luftballons unter der Decke, die 100 Kerzen in der Wohnung und das Herz aus Rosenblättern auf dem Boden haben sicherlich geholfen :-D
